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Sarkoidose-Zentrum im Zentrum für Seltene Erkrankung

Die Sarkoidose ist eine spezielle Körperabwehrreaktion auf ein bisher unbekannten Antigen. Bei uns sind etwa 40 vom 100000 Einwohnern betroffen (Prävalenz). Die Krankheit beginnt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

Der Körper bildet kleine Knötchen (Granulome) an verschiedenen Organen: Lymphknoten (90% aller Fälle), Lunge (60-80%), Leber (60%), Milz (40%), Augen (10-15%), Bewegungsapparat (10-25%), Haut (5-10%), Herz (10%), selten Nervensystem, Niere, Tränen- oder Speicheldrüsen und weitere Organe. Man spricht deshalb von einer Multisystemerkrankung.

Man kennt zwei Verlaufsformen: Die akute Sarkoidose beginnt meist als Löfgren-Syndrom mit leichtem Fieber, Sprunggelenks-Arthritis, Erythema nodosum (rote, schmerzhafte Knoten der Haut) und mit auffälligem Röntgen-Thoraxbild (Hiluslymphknoten-Vergrößerung). Die chronische Sarkoidose beginnt schleichend und zeigt sich mit Funktionsstörungen der betreffenden Organe, z.B. an der Lunge mit Belastungsatemnot und Husten. Oft wird sie zufällig entdeckt.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Spezialisten werden sowohl Diagnose der chronischen Sarkoidose als auch die oft gleichzeitige Therapie verschiedener Organe erheblich erleichtert. Deshalb haben sich die Spezialisten der Augenklinik, die Hautklinik, die Kinderklinik, die beiden Medizinischen Kliniken (Schwerpunkt Pneumologie, Schwerpunkt Rheumatologie/ Immunologie) und die Neurologische Klinik unseres Klinikums zusammengeschlossen.

Die Patienten können sich je nach hauptsächlicher Organbeteiligung der Sarkoidose direkt anmelden:

Augenklinik (PD Dr. Göbel)

0931-201-20476

Hautklinik (Dr. Benoit, Dr. Giner)

0931-201-26714

Kinderklinik (Prof. Dr. Hebestreit)

0931-201-27855; -27729

Schwerpunkt Lungenkrankheiten (Priv.-Doz. Dr. Pelzer)

0931-201-39125

Schwerpunkt Rheumatologie/Immunologie (Dr. Schmalzing)

0931-201-40100

Neurologische Klinik (Prof. Dr. Stoll)

0931-201-23769

Schwerpunkt Herzerkrankungen (Priv.-Doz. Dr. Pelzer)

0931-201-39125

Schwerpunkt Nierenerkrankungen (Priv.-Doz. Dr. Pelzer)

0931-201-39125

Schwerpunkt Lebererkrankungen (Professor A. Geier)

0931-201-40201

Falls es die Erkrankung erforderlich macht, werden die jeweiligen übrigen Spezialisten eingeschaltet (Behandlung „aus einer Hand“). Komplexe Fälle werden regelmäßig in unseren Fallkonferenzen besprochen.