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Zentrum für Achalasie und andere Ösophagus-Motilitätsstörungen

Das Zentrum für Achalasie und andere Ösophagusmotilitätsstörung behandelt Patienten mit Störungen der Schluckfunktion, die aus einer Beweglichkeitsstörung der Speiseröhre und des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen resultieren.

Die Patienten haben oft einen langen Leidensweg vor der Diagnosestellung, da meist viel Zeit vergeht, bis eine adäquate Diagnostik durchgeführt wird. Aber auch nach der Diagnosestellung dauerte es oft lange, bis die Betroffenen einen in der Therapie der Achalasie erfahrenen Behandler gefunden hatten. Dies liegt zum einen an der Seltenheit der Erkrankung, zum anderen an der zunehmenden Komplexität der Diagnostik  und der inzwischen sehr differenzierten Therapiekonzepte (siehe www.achalasie.info, von Rahden et al., 2014b, Chirurg).

Die Achalasie hat eine Inzidenz von 1:100.000. Andere Motilitätsstörungen der Speiseröhre wie zum Beispiel der distale Ösophagospasmus (DES) und der Jackhammer-(Presslufthammer)-Ösophagus etc. sind noch seltener. Die diagnostische Einordnung erfolgt heute basierend auf der hochauflösenden Manometrie (HRM) und deren Bewertung anhand der Chicago-Klassifikation der Ösophagusmotiliotätsstörungen V3.0 (Kahrilas et al. 2015, Neurogastroenterol).  Besonders wichtig ist die Unterscheidung verschiedene Typen der Achalasie nach Pandolfino (weitere Informationen http://www.achalasie.info/index.php/diagnostik/hrm-high-resoulution-manometrie-achalasie/achalasie-klassifikation-pandolfino).

Diagnostik

Diagnostik: http://www.achalasie.info/index.php/diagnostik

In unserem Zentrum wird die nach aktuellem Kenntnisstand beste  aktuell verfügbare Diagnostik angeboten:

  • Speiseröhren-Magen-Spiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)
  • Hochauflösende Manometrie (High Resolution Manometrie)/ Ösophageale
  • Drucktopographie (EPT)
  • Ösophagusbreischluckuntersuchung
  • Endosonographie
  • Kernspintomographie

Therapie

Therapie: http://www.achalasie.info/index.php/therapie-achalasie

Das Standardverfahren zur Therapie der Achalasie ist die Myotomie, d.h. Spaltung der Muskulatur, am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen, wodurch fast immer eine sehr gute Schluckfunktion hergestellt werden kann. Diese Myotomie, die analog des von dem deutschen Chirurgen Ernst Heller vor nunmehr 100 Jahren (1913) vorgeschlagenen Prinzips (http://www.achalasie.info/index.php/therapie-achalasie/heller-myotomie-achalasie) durchgeführt wird, kann heute auf zwei Wegen bewerkstelligt werden

Weitere Behandlungsmethoden, die ebenfalls im Zentrum vorgehalten werden sind

Für jeden Patienten wird ein individuelles Behandlungskonzept, basierend auf allen notwendigen diagnostischen Informationen erstellt. Eine besondere Herausforderung stellt die Behandlung von Problemfällen dar, z.B. bei Nebenwirkungen oder Nicht gelungener vorangegangener Therapie.

Beteiligte Einrichtungen:

Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß und Kinderchirurgie
Medizinische Klinik II / Gastroenterologie
Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Kinderklinik und Poliklinik

Ansprechpartner:

Priv.- Doz. Dr. med. Burkhard H. A. von Rahden

  • Priv.- Doz. Dr. med. Burkhard H. A. von Rahden'
    Leiter des Zentrums für Achalasie und andere Ösophagusmotilitätsstörungen
    Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie
    Zentrum für operative Medizin (ZOM)
    Oberdürrbacher Str. 6
    97080 Würzburg
    Telefon: 0931-201-31045

Terminvereinbarung:

Zentrales Patientenmanagement (ZPM)
Telefon: 0931-201-39999
FAX: 0931-201-39994

Internetseite:

www.achalasie.info

Wissenschaftliche Aktivität (Beispiele):

  • Klinische Anwendungsbeobachtung veschiedener Verfahren der Heller-Myotomie
  • Europäische Prospektiv randomisiere Multicenterstudie: Perorale endoskopische Myotomie (POEM) vs. Laparoskopische Heller Myotomie (LHM) – Kooperation Prof. Thomas Rösch/ Hamburg Eppendorf
  • Studie Psychologische Entscheidungsprozesse bei der Verfahrenswahl – Kooperation Prof. Faller/ Psychologie
    Europäische Studie „Genetik der Achalasie“ (Kooperation im „achalasia  risk consortium“ www.achalasie-konsortium.de)
  • (geplant) Studie: Stammzelltherapie der Achalasie  - Kooperation Dr. Metger/ Lehrstuhl für Tissue Engineering

Literatur

  1. Kahrilas PJ, Bredenoord AJ, Fox M, Gyawali CP, Roman S, Smout AJ, Pandolfino JE; International High Resolution Manometry Working Group. The Chicago Classification of esophageal motility disorders, v3.0. Neurogastroenterol Motil. 2015; 27: 160-174.
  2. von Rahden BH, Filser J, Reimer S, Inoue H, Germer CT. Perorale endoscopisch Myotomie zur Behandlung der Achalasie. Literaturüberblick und eigene initiale Erfahrung. Chirurg. 2014a ; 85: 420-432.
  3. von Rahden BH, Filser J, Seyfried F, Veldhoen S, Reimer S, Germer CT. Diagnostik und Therapie der Achalasie]. Chirurg. 2014b; 85: 1055-1063.