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Zentrum für das Multiple Myelom

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung von Plasmazellen im Knochenmark. Die entarteten Plasmazellen stammen in der Regel von einer einzigen Ursprungszelle ab, die funktionsuntüchtige Proteine, sogenannte Paraproteine, produziert. Diese Proteine dienen in gesunden Plasmazellen als Immunglobuline der Infektabwehr. In Deutschland erkranken im Jahr ca. 3.000 Männer und ca. 2.700 Frauen neu an einem Multiplen Myelom. In unserem Zentrum werden davon jährlich über 520 individuelle Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet behandelt. Damit ist Würzburg eines der beiden größten Zentren in Deutschland. Das Multiple Myelom ist eine bisher in den meisten Fällen nicht heilbare Erkrankung, die verschiedene Organsysteme betreffen kann. Durch ihr primäres Wachstum im Knochenmark kann die normale Blutbildung beeinträchtigt und die Knochensubstanz angegriffen werden, so dass es zu Brüchen kommen kann. Es ist außerdem möglich, dass das von den Plasmazellen gebildete Paraprotein die Nierenfunktion schädigt. Patienten mit Multiplem Myelom sind häufig anfällig für Infektionen.

In den letzten Jahren hat die Behandlung des Multiplen Myeloms sehr große Fortschritte gemacht. Die Medizinische Klinik und Poliklinik II in Würzburg gehört dabei zu den weltweit renommiertesten klinischen und wissenschaftlich führenden Myelombehandlungszentren. Translationale Forschungsprojekte zum Multiplen Myelom werden in Würzburg insbesondere in der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Klinischen Forschergruppe 216, in dem von der Europäischen Union geförderten Forschungskonsortium OPTATIO sowie in der Wilhelm Sander-Therapieeinheit vorangetrieben.

Wir haben für unsere Patienten individuelle Konzepte für ihre Behandlung entwickelt, die neben konventioneller Chemotherapie mit alkylierenden Substanzen wie Melphalan, vor allem auch neue, biologisch wirksame Substanzen beinhalten. Unsere Patienten werden in einem hochspezialisierten Zentrum exzellent behandelt. Dabei arbeiten die unterschiedlichen Fachdisziplinen aus Radiologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten, Kardiologen, Nephrologen, Orthopäden, Neurochirurgen und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen eng zusammen.
Besonders wichtig ist uns die psychoonkologische Mitbetreuung unserer Patienten im Haus.

Kliniken/Abteilungen/Institute:

Medizinische Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg,
Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikum Würzburg,
Oberdürrbacher Straße, 97080 Würzburg

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Würzburg,
Oberdürrbacher Straße, 97080 Würzburg

Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Würzburg,
Josef-Schneider-Str. 11, 97080 Würzburg

Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Würzburg,
Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg

Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus, Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Würzburg,
Brettreichstrasse 11, 97074 Würzburg

Neurochirurgische Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg,
Josef-Schneider-Straße 11, 97080 Würzburg

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie,
Pleicherwall 2, 97070 Würzburg

Ansprechpartnerin des Zentrums:

Prof. Dr. med. Franziska Jund

  • Prof. Dr. med. Franziska Jundt
    Leiterin autologer Stammzelltransplantationen
    Ärztin für Innere Medizin
    Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie
    jundt_f@ukw.de

Leistungen:

In dem Zentrum für das Multiple Myelom wird die Erkrankung diagnostiziert (ambulant und stationär), behandelt und beforscht. Das Zentrum für das Multiple Myelom kann den Kontakt zu Selbsthilfegruppen herstellen.

Aktuelle Studien:

Studien im Bereich des Multiplen Myeloms
www.studienambulanz-wuerzburg.de

Infoflyer:

Informationen über die Teilnahme an einer klinischen Studie