Deutsch
English
Русский

Zentrum für kongenitale Katarakt

Kongenitale Katarakt

Die kongenitale Katarakt ist eine oft genetisch bedingte Augenerkrankung, bei der die Augenlinse nach Geburt oder im frühen Kindesalter eingetrübt ist und dadurch die Sehentwicklung verhindert oder stark beeinträchtigt. Die kongenitale Linsentrübung erkennt man am besten an der Graufärbung der Pupille, insbesondere bei koaxialer Beleuchtung (z.B. Blitzlicht-Fotos). Hauptgefahr der unerkannten angeborenen Linsentrübung ist die Hemmung der Sehschärfeentwicklung auf dem betroffenen Auge, insbesondere bei einseitiger Katarakt, die später nicht mehr rückbildungsfähig ist (Amblyopie).
Eine rechtzeitige Operation mit adäquater optischer Versorgung kann eine Amblyopie verhindern oder abschwächen.
Durch das Team der Universitäts-Augenklinik Würzburg sind die Voraussetzungen für operationstechnische Erfahrung, Kontaktlinsenversorgung, Amblyopieprophylaxe und- behandlung sowie Glaukomtherapie bei Kindern jeweils sehr kompetent vertreten.
Schauen Sie hier um weitere Informationen zu erhalten: Kongenitale Katarakt

Kliniken/Abteilungen/Institute:
Universitäts-Augenklinik Würzburg, Gebäude B2
Josef-Schneider-Str.11, 97080 Würzburg

Universitäts-Kinderklinik, Haus D31,
Josef-Schneider-Straße 2, 97080 Würzburg

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie,
Oberdürrbacher Straße 6, 97080 Würzburg

Ansprechpartner des Zentrums:

Dr. Gunda Kann                                      PD Dr. med. Winfried Göbel
Oberärztin                                              Leitender Oberarzt der Augenklinik

 Kongenitale Katarakt
 Prof. Dr. Jost Hillenkamp
 Direktor der Augenklinik und Poliklinik

Wissenschaftliche Mitarbeit
Prof. Dr. Dr. h.c. Franz Grehn
Senior Professor

Kontakt:
E-Mail: AK_schielbeh@ukw.de
Telefonnummer: 0931-201-20487

Leistungen:
In dem Zentrum für Kongenitale Katarakt werden die Krankheiten (ambulant und stationär) diagnostiziert, behandelt und beforscht. Das Zentrum arbeitet mit Selbsthilfegruppen zusammen und kann Kontakt zu diesen vermitteln.

Kongenitale Katarakt

Die kongenitale Katarakt ist eine oft genetisch bedingte Augenerkrankung, bei der die Augenlinse nach Geburt oder im frühen Kindesalter eingetrübt ist und dadurch die Sehentwicklung verhindert oder stark beeinträchtigt. Die Erkrankung kommt gehäuft in Familien vor, insbesondere bei Konsanguinität der Eltern. Kongenitale Katarakte treten auch bei syndromalen Erkrankungen (z.B. Trisomie 21) oder pränatalen Infektionen (Röteln-Erkrankung der Mutter) häufig auf. Eine angeborene Katarakt kommt typischerweise auch bei Fehlentwicklungen des Auges vor (z.B. Persistierender hyperplastischer primärer Glaskörper).

Die kongenitale Linsentrübung erkennt man am besten an der Graufärbung der Pupille, insbesondere bei koaxialer Beleuchtung (z.B. Blitzlicht-Fotos). Wichtige Differenzialdiagnosen sind das Retinoblastom, ein bösartiger Netzhauttumor, und der Morbus Coats, eine Netzhauterkrankung durch Gefäßmissbildung.

Hauptgefahr der unerkannten angeborenen Linsentrübung ist die Hemmung der Sehschärfeentwicklung auf dem betroffenen Auge, insbesondere bei einseitiger Katarakt, die später nicht mehr rückbildungsfähig ist (Amblyopie).

Eine rechtzeitige Operation mit adäquater optischer Versorgung kann eine Amblyopie verhindern oder abschwächen. Die heutigen Operationsmethoden werden mit sehr feinen Vitrektomiegeräten ausgeführt, wobei die Linse abgesaugt und die zentrale Linsenkapsel ausgeschnitten wird, um entweder gleich (bei Lebensalter ≥ 2 Jahre) oder später eine intraokulare Linse zu implantieren. Vor dem 2. Lebensjahr wird das Auge durch eine Kontaktlinse korrigiert und nur ausnahmsweise eine Kunstlinse implantiert, da die Linsenstärke nicht genau für das Erwachsenenalter vorausberechnet werden kann.

Die adäquate Versorgung der kongenitalen Katarakt erfordert nicht nur die Expertise des Operateurs, der mit der durchaus heiklen Operationstechnik genügend vertraut ist, sondern insbesondere auch die Mitwirkung von Kontaklinsenspezialisten und einer erfahrenene strabologisch/kinderophthalmologischen Abteilung, um die Sehentwicklung zu kontrollieren und evtl. steuernd einzugreifen. Weiterhin ist ein Hauptproblem nach frühzeitiger Operation (Lebensalter < 9 Monate) die Entstehung eines Sekundärglaukoms, wobei ein Team erforderlich ist, das diese späte, zuweilen äußerst schwierige Komplikation kompetent behandeln kann.

Durch das Team der Universitäts-Augenklinik Würzburg sind die Voraussetzungen für operationstechnische Erfahrung, Kontaktlinsenversorgung, Amblyopieprophylaxe und- behandlung sowie Glaukomtherapie bei Kindern jeweils sehr kompetent vertreten.

Ausprägungen einer angeborenen Katarakt, hier Kerntrübung
Ausprägungen einer angeborenen Katarakt, hier Kerntrübung
Beidseitige mature kongenitale Katarakt